Aufwachen, Erwachen, Erleuchtung – Was ist das für uns?

Die spirituelle Basis unserer Arbeit

Viele Menschen erleben inneren Druck, Ängste, Erschöpfung oder das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen. Dabei kann eine tiefe Entfremdung vom eigenen Körper, den eigenen Gefühlen und dem inneren Wesen entstehen.

Wir gehen davon aus, dass psychische Heilung und spirituelle Entwicklung eng miteinander verbunden sind, geradezu der gleiche Weg sind. geradezu der gleiche Weg ist. Die Entfremdung von unserem waren Selbst, löst die Spannung aus, die uns belastet und krank macht. 

Häufig beginnen sich innere Spannungen dort zu lösen, wo Du in einen tiefen Kontakt mit Dir selbst kommst. Mehr Präsenz, Bewusstheit und innere Verbundenheit führen nicht nur zu spiritueller Öffnung, sondern auch zu mehr Lebendigkeit, Klarheit, Beziehungsfähigkeit und innerem Frieden und Gesundheit.

Familienstellen, Körperarbeit und Bewusstseinsarbeit helfen, unbewusste Verstrickungen, alte Schutzmechanismen und emotionale Muster sichtbar zu machen und aufzulösen. Dadurch entsteht Raum für ein tieferes Ankommen im eigenen Leben.

Erleuchtung ist kein Zustand jenseits des Lebens, sondern ein tiefes Ankommen im Leben selbst.

Alte mystische Wege des Westens zeigen, dass in jedem Menschen der Ort existiert, an dem das Göttliche, das Reine, das Ewige bereits gegenwärtig ist, ein „innerer Grund“, der nicht neu geschaffen wird, sondern wiederentdeckt.

Das Familienstellen kann in diesem Zusammenhang eine wertvolle Brücke zwischen innerer Erfahrung und gelebter Realität sein. Es macht sichtbar, welche unbewussten Bindungen, übernommenen Muster oder inneren Loyalitäten das Bewusstsein daran hindern, frei zu sein. Durch die Arbeit im Feld werden tiefere Schichten von Identifikation berührt. Oft passiert das dort, wo wir an familiäre oder generationale Geschichten gebunden ist. Wenn diese Ordnungen sich klären, entsteht Raum für Stille, Weite und authentische Präsenz, genau jene Qualitäten, in denen Erleuchtung natürlich hervortreten kann.

Darüber hinaus kommen wir im Familienstellen in Kontakt mit der seelischen Ebene, was unseren Bewusstheitsraum über unseren gewohnten Rahmen hinaus ausdehnt. Wir kommen in Kontakt mit dem Raum in dem all dies entsteht und machen ganz beiläufig Erfahrungen von Stille und Ausdehnung, ohne, dass wir aktiv etwas tun. 

So kann das Familienstellen zu einer Praxis der Bewusstwerdung genutzt werden: Es führt von persönlichem Schmerz und Trauma zu innerer Freiheit und öffnet den Weg zum eigenen Wesenskern.

Außerdem fließen in unsere Arbeit Methoden mit ein, die Christian Meyer, bei dem Denise und Michael gelernt haben, aus unterschiedlichen Bereichen zusammengetragen hat und die alle eine Ausrichtung haben:  Loslassen und Nichts-Tun ermöglichen.  Denn in dem Moment, in dem Du nichts mehr tust und annimmst, was ist, kann Erleuchtung ganz von allein geschehen.

Wenn der Mensch aufhört, sich permanent über Kontrolle, Anstrengung und innere Aktivität zu definieren, kann etwas Tieferes hervortreten. Viele spirituelle Traditionen beschreiben, dass sich Bewusstsein, Stille und innere Klarheit nicht herstellen lassen, sondern dann erfahrbar werden, wenn der Mensch innerlich still und durchlässig ist.

Dieser Weg wirkt dabei nicht nur auf einer spirituellen Ebene. Psychische Spannungen beginnen, sich zu lösen, Ängste verlieren an Macht, innere Antreiber werden ruhiger und das ständige Gefühl, funktionieren oder etwas darstellen zu müssen, beginnt nachzulassen. Viele Menschen erleben, dass mit innerer Präsenz Selbstentfremdung, chronischer Druck und tiefe innere Unruhe sich verändern können.

Was wir häufig „inneren Schweinehund“, Widerstand oder emotionale Blockade nennen, ist aus dieser Sicht kein persönliches Versagen, sondern Ausdruck innerer Schutzmechanismen, alter Bindungen oder ungelöster Spannungen. Wenn der Mensch lernt, sich selbst tief wahrzunehmen und innerlich nicht mehr gegen das Leben zu kämpfen, entsteht Lebendigkeit, Klarheit, Verbundenheit und physische und psychische Gesundheit.

Wir lernen, die Schichten von Gedanken, Emotionen und Rollen abzulegen, bis das Wesenhafte in uns spürbar wird. Das, was unverändert bleibt, auch wenn alles andere vergeht.

„Das Auge, in dem ich Gott sehe, ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht.“ 

– Meister Eckhart –

Wenn wir lernen, zu lauschen, statt zu suchen und zu sein, statt zu werden, dann beginnt das Licht, das immer schon da war, in uns zu leuchten.

Das ist Erleuchtung: das Erwachen des Bewusstseins zu seiner eigenen Natur, menschlich, göttlich, eins

Erleuchtung

Der direkte Weg

Von früh auf werden wir konditioniert zu glauben, dass Frieden, Glück, Erfüllung, Erleuchtung, wie auch immer wir es nennen mögen, in der Zukunft gefunden werden können durch beispielsweise die richtige Ausbildung, die richtige Partnerwahl oder den richtigen Job.

Daher begeben wir uns auf die Suche. Zunächst suchen die meisten von uns in der Welt nach Objekten, Genussmittel, Aktivitäten und Beziehungen, die uns Glück verheißen. Sind wir oft genug enttäuscht worden davon, wenden wir uns möglicherweise einer spirituellen Suche zu. Wir folgen Lehrern, Lehren, Traditionen, Religionen und Praktiken. Dort können wir die Tür zu dem, wonach wir uns im Innersten sehnen, möglicherweise finden, doch nicht unbedingt.

Viele dieser spirituellen oder religiösen Traditionen weisen darauf hin, dass Erfüllung niemals als zukünftige Erfahrung gefunden werden kann und eigentlich auch nicht als erfahrbare Erfahrung. Sie ist die eigentliche Natur unseres Seins. Sie ist nichts, das man finden oder erfahren kann, so wie man Gedanken, Gefühle, Empfindungen oder Wahrnehmungen erfährt. Sie ist das, was Du bist. Die Natur dieses Seins sind Frieden und Freude.

Der Begriff ‚Erleuchtung‘ ist insofern irreführend, dass er ein großes, außergewöhnliches Ereignis verspricht, ab dem alles anders wird. Ganz im Gegenteil ist dieser Zustand das Gewöhnlichste, was es gibt, so selbstverständlich, dass wir ihn übersehen. Er ist das Intimste überhaupt.

Es ist die Erinnerung an unser wahres Selbst, an unsere Essenz, die sich in den Worten ‚ICH BIN‘ ausdrücken kann. Eine Rückkehr, Einkehr in das, was immer da war und ist und was das Einzige ist, was sich nicht verändert: pures reines SEIN und die darin liegende Stille.

Dieses SEIN wird im Laufe des Lebens verhüllt durch die Überzeugung, getrennt von anderen zu sein, weil wir uns mit dem Verstand; den Gedanken und damit zusammenhängenden Gefühlen und mit unserem Körper identifizieren.

Uns erscheint das, was wir fühlen, denken und spüren, als die einzige Wirklichkeit. Erinnern wir uns an das zurück, was wir wirklich sind, begreifen wir, dass wir nicht getrennt sind und dass unsere Erfahrungen und unser Erleben nur ein Spiel von Bewusstsein im Jetzt in diesem Körper sind.

Zu begreifen, dass wir das, was wir erleben, denken und fühlen nicht sind, sondern Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen kommen und gehen wie ein Film auf einem Bildschirm, ist kein spektakuläres Ereignis, es ist das Selbstverständlichste und Normalste, etwas, was jede*r von uns in sich trägt und jede*r kann. Es ist nicht wenigen Auserwählten, Priestern oder Gurus oder gar Heiligen vorbehalten.

Ein anderes Bild dafür ist, dass die Erfahrungen, Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle wie die Wellen auf dem Ozean sind. Doch in der Tiefe des Ozeans ist es still und die Wellen sind überall aus dem gleichen Wasser. Wir sind der Ozean, nicht die Wellen.

Um sich an dieses Ungetrenntsein und Unbegrenztsein zu erinnern, ist es hilfreich, sich all der Muster und Panzerungen, die man sich im Laufe des Lebens als Überlebensstrategien des Egos angelegt hat, zu entledigen. Dann wird der Weg frei zu reinem Bewusstsein. Das findet nicht im Verstand, im Körper oder in den Gefühlen statt, sondern IST abgesehen von Erfahrung und Erleben. Es ist eigentlich nicht in ein Konzept aus Worten zu pressen, da es nicht begrenzt und nicht benennbar ist, eben keine Erfahrung und nicht etwas, was außerhalb unserer selbst liegt.

Manche von uns sind über Jahre und Jahrzehnte im Prozess, bis sie ankommen, bei anderen kann es ganz plötzlich sein, dass sich ein tiefer Frieden, Stille und Freude einstellt, auf die sie in jeder Lebenssituation zurückgreifen können.  Sie bilden die Grundlage unseres neuen wahren Erlebens und unserer Erfahrungen und je öfter wir dahin zurückkehren, desto mehr wird das unsere neue Wirklichkeit.

Diese Erkenntnis unserer wahren Natur hängt nicht davon ab, was wir tun oder lassen, wie lange wir meditieren, Mantras singen oder anderes. Unsere wahre Natur ist unabhängig davon. Du bist Dein wahres Selbst bereits jetzt. Du kannst es nicht suchen und finden, keiner kann es Dir geben oder nehmen.

Du bist vollkommen, so wie Du bist. Ganz, vollständig, ohne Mangel oder Bedürfnis.

In Delphi über dem Tempel des Apollo, der zum Orakel führte, stand der Spruch:

ERKENNE DICH SELBST

Das ist Erleuchtung.

 

Unsere gesamte Arbeit zielt darauf ab, Deine Erinnerung an Dich selbst zu enthüllen. Ob Familienaufstellung, Körperarbeit oder Traumaarbeit, all das hilft, Schleier für Schleier zu lüften. Stille, Friede, Freiheit und tiefes Vertrauen in den Strom des Lebens sind plötzlich da.