Das Volksleiden Nr. 1: Der Rücken. Ursachen und Heilung

Die vielfältigen Beschwerden und Krankheitsbilder bei Rückenschmerzen erfordern eine Vielzahl an Therapeuten und Einrichtungen, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Hausärzte, Masseure, Physiotherapeuten, Orthopäden und Chirurgen spritzen, massieren, röntgen und operieren an allen möglichen Stellen des Rückens und der Wirbelsäule, um bei den mannigfaltigen Rückenbeschwerden meist unbekannter Ursache oder Symptomatik zu helfen. Der kranke Rücken ist verantwortlich für unzählige Krankheitstage sowie für viel Leid und Schmerz bei den Betroffenen. Rückenschmerzen schaffen unzählige Arbeitsplätze in Praxen, Rehaeinrichtungen und Kliniken.

Rückenschmerz ist eine der wichtigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Beinahe jeder dritte Erwachsene hat öfter oder ständig Rückenbeschwerden. Erkrankungen des Rücken zählen zum übergeordneten Diagnosekapitel der „Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens“, das für rund ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich ist.

Die Auflistung der Therapieempfehlungen wirkt eher hilflos und nicht orientiert an der Ursache, sondern am Symptom. Von Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren, Ergotherapie, manueller Therapie, Wärmetherapie bis hin zu zahlreichen Medikamenten zur Schmerzbetäubung und gar Psychopharmaka ist alles zu finden.

In einer Studie des RKI steht zur Prävention von Rückenleiden in der Einleitung:

„Wirksame Präventionsprogramme zur Verhinderung des Auftretens von Rückenschmerzen ganz generell existieren kaum. Rücken- wie Kopf und Bauchschmerzen scheinen zu den ebenso häufigen wie unvermeidlichen Gesundheitsbeeinträchtigungen zu gehören“.

Fragt man die Therapeuten nach den Ursachen, kommt es je nach Ausrichtung und Ausbildung des Gefragten zu einem Sammelsurium von Faktoren: schlechte Körperhaltung besonders bei der Arbeit, Bewegungsmangel, Stress, Termin- und Leistungsdruck sowie psychische Faktoren. An diesem Punkt taucht die Frage auf, warum gegen Rückenschmerzen vor allem mit Körpertherapien und Medikamenten reagiert wird und nicht oder wenig nach psychischen Ursachen gefragt wird und diese mit einbezogen werden.

Die Ursache liegt im leidenden Patienten selbst und kann auch nur dort behoben werden. Genau das vermeidet die Mehrzahl der betroffenen Patienten aus Unwissenheit und vor allem aus einer seit Kindheit praktizierten und erstmal nicht verhinderbaren Lebens-Vermeidungsstrategie. Der Wunsch, die Symptomatik möge geheilt werden, ohne die Ursache zu beheben, geht selten in Erfüllung.

Hierin spiegelt sich das gesamte Dilemma unserer Medizin. Wenn wir das Rückenleiden und andere Leiden des Körpers als Symptom für das, was dahinter liegt, begreifen würden und die Frage stellen würden, warum z. B. ein Organ, und genau das Organ, krank geworden ist, hätten wir die reelle Chance, ganzheitlich zu gesunden. Dem Kranken könnten Methoden und Einsichten vermittelt werden, die eine Heilung seiner Krankheit zusätzlich von innen heraus ermöglicht. Dabei stellt sich nicht die Frage, ob die herkömmlichen Methoden, die mehrheitlich auf die Symptomatik zielen, angebracht sind. Doch sollten diese Methoden unbedingt durch eine weitere Ebene ergänzt werden.

Es ist ein bisschen so, wie wenn es immer wieder in ein Haus reinregnet. Bei jedem Regen oder gar Gewitter schöpfen die Bewohner manchmal sogar mit Hilfe der Feuerwehr den Keller leer, legen das Wohn- und Schlafzimmer trocken und streichen möglicherweise die Wände neu. Sie übersehen dabei vollkommen, dass das Dach kaputt ist und darin die Ursache liegt für die fortlaufenden Schäden. Auf die Idee, das Dach zu reparieren, kommen die Bewohner erstmal gar nicht und wenn, macht es ihnen vielleicht sogar Angst, weil das Dach so hoch ist.

Die Erkenntnis über diesen Sachverhalt ist nicht neu. Schon Anfang der 80er Jahre haben Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke zahlreiche Bücher dazu geschrieben. Bloß scheint das Reparieren des Dachstuhls so schwierig zu sein, dass nur wenige sich daran machen.

Die tiefere URSACHE für die meisten Rückenleiden

Das Skelett, Knochengerüst des Menschen wird zusammengehalten von Sehnen, Bändern, Muskeln und der Faszie. Bei fast allen Menschen der westlichen Welt ist dieses feine, mechanische System aus der Balance. Oft wird an der falschen Stelle chronisch gezogen oder der ganze Körper mit seinem Skelett ist in einer Überspannung /Hypertonie gefangen. An diesen Punkten setzen u.a. Massagen, Physiotherapie und feiner die Osteopathie an.

Doch warum spannen sich Muskeln generell zu stark oder an den falschen Stellen an?

Die Ursachen für das Rückenproblem sind meist autonome, unbewusste Muskelanspannungen, die ihren Automatismus aus der Urzeit haben. Die Vorbereitung zu Flucht oder Kampf mobilisieren unter Ausschüttung von Adrenalin in Millisekunden den gesamten Körper und stellen ein Maximum an Energie zur Verfügung. Das geschieht nicht durch bewusstes Denken oder gar bewusstes Handeln, sondern vollkommen eigenständig.

Um den Zusammenhang tiefer zu verstehen, hilft das Bild vom Reh, das im Wald von einem Wolf gejagt wird und diesem nur ganz knapp entwischen kann. Unter autonomer Mobilisierung all seiner Kräfte gelingt ihm die Flucht über Stock und Stein in halsbrecherischem Lauf. Fünf Minuten später steht das Reh wieder still auf der Weide und äst, das Adrenalin und die Anspannung aus dem Körper zitternd.

Ganz anders bei dem Menschen ist es, der beispielsweise Opfer eines Überfalls wird. Er steht dem Räuber gegenüber, der ihn mit einem Messer bedroht. Auch hier wird die ganze Energie im Körper mobilisiert und je nach Strategie, die automatisch abgerufen wird und abläuft, erfolgt die Aktion: Angriff, Flucht, Starre oder Täuschung. Wie das Reh flieht der Mensch und der Räuber verfolgt ihn mit der Absicht zu töten. Der Mensch entkommt nur knapp. Im Gegensatz zu Reh beginnt der Mensch nun zu denken. In Gedanken schreibt er die Geschichte fort, was alles hätte passieren können. Um das Erlebte zu verarbeiten und zu verkraften, spielt er es immer wieder durch bis hin zu der Möglichkeit, bei dem Überfall umgebracht worden zu sein. Und konfrontiert sich damit sogar mit dem Tod.

Die wichtigste Frage in diesem Kontext ist: warum denkt der Mensch das Erlebte immer wieder durch und spinnt es weiter? Warum kann er nicht, wie das Reh, einfach Freude über die gelungene Flucht spüren und gelöst und entspannt weiterleben?

Der Mensch denkt die ganze Zeit über den Überfall nach, damit er die Angst vor dem Tod nicht fühlen muss. Denn solange der Mensch denkt, muss er nicht fühlen. Das Denken koppelt den Menschen von Fühlen ab. Der Mensch dissoziiert sich vom Fühlen, dadurch werden die Gefühle, die beim Durchdenken des Erlebten aufkommen, scheinbar kontrollierbar. Doch durch das Verdrängen des Gefühls durch Gedanken bleibt die Anspannung im Körper. Die verspannten Muskeln bleiben angespannt.

Im heutigen Alltag ist diese Körperreaktion weitestgehend unnötig, da Flucht oder Kampf in der Form selten stattfinden. Doch wird diese Reaktion durch Dauerstress und Anspannung selbstständig ausgelöst.

Und diese kommt beispielsweise durch das ärgerliche Telefonat mit dem Kunden, den Ärger mit dem Chef, dem vielen Verkehr, der Mail eines Freundes, dem Streit mit dem Partner u.v.m. Je dichter die Ereignisse des Tages sind, desto mehr ist der Mensch dabei, Gefühle anzuhalten und zu verdrängen. Er lässt sich keine Pause zwischen Computer(-spiel), Smartphone, Job oder Schule, Fernsehen und sozialen Kontakten.

Der Mensch lässt keine Zeit und hat kein Interesse, Gefühle auszufühlen. Er verbringt den ganzen Tag angespannt, verspannt und verkrampft – abgekoppelt vom Fühlen.

Dieses Anhalten und Vermeiden von Gefühlen bestimmt mehr oder weniger unser aller Leben!

Oder, um es anders auszudrücken, die Energie der Gefühle, die sich nicht entfalten kann, wandert in den Körper in Form von Anspannung und kann dort nicht verarbeitet werden.

Stress = Angehaltene Gefühle = Anspannung = Rückenbeschwerden

Angst vor dem Tod

Die Angst vor dem Tod begann vor ca. 10.000 Jahren. In dieser Zeit vermutet man den Beginn des „Denkens“ in der Form des ICH-Gedankens. So waren vermutlich die ersten Gedanken des Menschen: „ICH habe das Mammut erlegt, ICH habe den Plan für die Treibjagt in den Sand gezeichnet, ICH habe jetzt den größten Anteil an der Beute verdient.“

Vorher dürfen wir davon ausgehen, dass unsere Vorfahren Organismen waren, die sich ausschließlich emotional haben leiten lassen, ohne Plan und ohne ICH-Gedanken, in der Horde lebend, tönend und fühlend.

Und mit dem Denken entstand das ICH!

Dem aufmerksamen Leser wird beiläufig klar, dass somit das ICH nur ein Gedanke ist. Aber das ist ein anderes Thema.

ICH Will

ICH Soll

ICH Muss

Alles nur Gedanken!

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass mit dem ICH und dem Denken auch die Angst entstanden ist, die nicht durch eine reale Gefahr erzeugt wird, sondern nur durch Gedanken erzeugt wird. Mit der Geburt des ICHS und des Denkens war die Angst vor dem Tod geboren, nämlich die Angst, dieses ICH wieder zur verlieren.

In jedem Kleinkind können wir die Entstehung des ICH beobachten, im Säugling sehen wir noch die reine Emotion:

Ein nagendes Hungergefühl – Schreie vor Verzweiflung.

Ein Getrenntsein von der Mutter – ein Gefühl von „Ich muss sterben“, doch noch kein Gedanke!

Irgendwann beginnt das Denken und mit dem Denken kommt die Angst vor dem Tod.

Das Verdrängen und Überdecken von Gefühlen hat seine Ursache in letzter Instanz auch in dieser Todesangst. Wir denken, dass wir Gefühle nicht aushalten. Wenn wir etwas nicht aushalten, müssen wir sterben. Das führt ALLE Menschen zur gleichen Lösungsstrategie: Alles darauf ausrichten, das Gefühl zu vermeiden, anzuhalten und festzuhalten im Körper mit Muskelanspannung.

Was hat die Angst vor dem Tod mit dem Volksleiden Rückenbeschwerden zu tun?

In jedem Kind entsteht mit der Entdeckung/ Entstehung des ICH die Idee, ein Gefühl nicht aushalten zu können, was die Konsequenz hat, dass es sterben muss, wenn es dieses Gefühl zulässt.

Diesen Entwicklungsschritt macht JEDER Mensch und entwickelt demzufolge Strategien, Gefühl zu vermeiden.  Diese Strategien sind bei jedem komplett verschieden und bilden unterschiedliche Formen von ICHS, die jeden einzelnen von uns ausmachen.

Das führt zu Anspannung in der Muskulatur, eine Entspannung kann nicht stattfinden. Jeder Mensch entwickelt eine eigene „Haltung“ auf Grundlage seiner ureigenen Strategie. Die entsprechenden Muskeln verspannen sich immer wieder und lassen irgendwann gar nicht mehr los. Das Überdecken des Fühlens durch Gedanken verursacht die Anspannung im Körper. Dauerhaft, laufend und ohne Ausweg entsteht so chronische Verspannung.

Im Selbsttest können Sie das ganz einfach nachvollziehen. Richten Sie die Frage ‚was fühle ich jetzt‘ nach innen, beginnen Sie augenblicklich, sich zu entspannen. Das Denken verursacht einen Weggang vom Fühlen und verursacht somit Anspannung. Die Anspannung belastet den ganzen Rücken und ist verantwortlich für beinahe alle Rückenleiden!

Die Lösung lässt sich zusammenfassen:

Zurück in den natürlichen Zustand des Fühlens finden und mit den Gefühlen so verschmelzen, dass diese jederzeit vollständig gefühlt werden.

Wenn alle Gefühle ausgefühlt sind, kann sogar das ICH-Bewusstsein verschwinden und damit auch die Angst vor dem Tod. Der Körper entspannt sich, wenn der Organismus ein Gefühl fühlt. Dieser Idealzustand wird umschrieben mit den Begriffen: Aufwachen, Erwachen Erleuchtung finden. Ein neues Leben, in dem ein Handeln aus dem Fühlen entsteht ohne ein ICH, das will, soll oder muss. Jedoch nicht jeder, der Rückenprobleme hat, hat die Bereitschaft, sich auf eine spirituelle Reise zu begeben und sich all seinen Gefühlen zu stellen oder gar seinem Tod zu begegnen.

Aber es wird aus dem Zusammenhang klar, dass das Rückenleiden nicht die Ursache ist, sondern das Symptom für eine dysfunktionale autonome Körperreaktion, die allen Menschen gemein ist. Man könnte auch sagen, die Menschen sind „verrückt“. Die Menschen haben ihre Wahrnehmung vom Fühlen auf das Denken verrückt! Der gesunde Rücken ist nur mit einem gesunden Geist zu bekommen. Wer nicht freudig bereit ist, seine eigenen Muster zu durchbrechen, wird mit seinem schmerzenden und verspannten Rücken leben müssen. Da die meisten Menschen keine Veränderung wünschen und so weiter machen möchten, nur eben mit geheiltem Rücken, ist das eine schlechte Nachricht. Wer aber die Einsicht gewinnt und sich auf den Weg macht, erhält viel mehr als nur einen gesunden Rücken. Der Gewinn ist ein neues Leben, in dem die Essenz des eigenen Wesens gelebt werden kann und nicht nur ein gesunder Rücken!

Diese Einsichten basieren vollständig auf der Lehre von Christian Meyer, der sich mit dem Thema das Aufwachens schon seit vielen Jahren beschäftigt und der sieben Schritte zum wahren Loslassen entwickelt hat. Christian Meyers Lehre beschäftigt sich mit Methoden, die das Aufwachen, Erwachen oder Erleuchtung finden begünstigen. Genau diese Methoden durchbrechen die Muster, die den gesamten Rücken und auch sonstige Muskeln für sich einspannen. Denn Erleuchtung finden geht nur mit einem gelösten Körper und durch das Tor des Fühlens. So, wie ein entspannter Rücken nur mit dem vollständigen Fühlen aller Gefühle zu haben ist.

Ergo:

Diese Methoden und Techniken helfen, den Geist zu klären, Lebensmuster zu verstehen, bereit zu werden, alles zu fühlen und zu erfahren und Frieden mit der Vergangenheit zu schließen. Ein Leben in innerer Freiheit entspannt auch den Rücken – mit oder ohne Erleuchtung.

Der Weg

kann nur wirksam beschritten werden, wenn der Wunsch besteht oder geweckt wird, auch den Geist zu befrieden. Der entspannte Rücken ist nur zu haben, wenn der Geist willig ist, innere Arbeit zu praktizieren. Was sich vielleicht zuerst nach der größten Herausforderung anhört, ist jedoch in der Praxis erfahrungsgemäß so, dass, ist der Anfang des Weges gemacht, der weitere Weg ohne große Mühe beschritten wird. Denn ist im Menschen erst die Sehnsucht nach der Befreiung aus den alten Strukturen geweckt, wird der Weg aufgrund der intrinsischen, also der inneren Motivation von ganz allein und ohne große Mühe gegangen.

Am einfachsten erfolgt der innere Weg zur Heilung mit einer professionellen Begleitung.  Unser Bewusstheitszentrum in Waldkirch bei Freiburg bietet Begleitung an, ggf. zusätzlich zu den konventionellen Therapien. Nichts spricht dagegen, mit Körperbehandlungen und Medikamenten zusätzlich die Symptome lindern und damit für Entspannung zu sorgen. Mehr Information unter Angebote für Waldkirch und Freiburg.

Die Vermittlung der nötigen Techniken erfolgt am besten mit sich abwechselnden Methoden. Es wechseln, Einzelstunden, Gruppenkurse und Kleingruppen ja nach Thema und Bedarf ab.