Warum kann ich meinen Wunschpartner nicht finden?

Damit zwei Personen aus zwei vollkommen unterschiedlichen Familiensystemen sich verbinden können, braucht es das „Wunder“ der Verliebtheit. Dieser Rausch und die anfängliche Blindheit gegenüber dem anderen und dessen jeweils anderem Familiensystem sowie Konditionierung lassen uns eine Verbindung eingehen, die uns durch die Sexualität zu Mann und Frau werden lässt. In dieser Phase spiegeln wir uns in all unseren schönen Seiten, die Schwächen und schwierigen Seiten sind ausgeblendet. Erst wenn der Rausch der Verliebtheit langsam ausklingt, erkennen wir den Partner mit allen Stärken und Schwächen. Erst dann fangen wir an, das Herkunftssystem mit Mutter und Vater, den kulturellen Hintergrund (Nationalität) und den bisherigen Lebensweg des Gegenüber wahrzunehmen und es in diesem Gefüge zu begreifen. Oft gibt es dann ein böses Erwachen, wir merken, dass die Person, die wir uns ausgesucht haben, uns nicht guttut, gar nicht zu uns passt, unsere Schwächen und Schwierigkeiten verstärkt und das Leben schwerer macht als es alleine war.

Was aber führt dazu, dass wir uns in die „Falschen“ verlieben? Oder erst gar niemanden finden?

Neben all den vielen archaisch angelegten Faktoren ist wichtig, dass jeder der Partner er SELBST ist. Dies ist im Kontext von System und Familie faktisch unmöglich, sind wir doch immer Kind unserer Eltern und geprägt durch die Summe unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit. Aus der Familie, Erziehung und Sozialisation und dem sich daraus ergebenden scheinbar selbst gewählten Lebensweg bilden sich die Haupthindernisse für eine harmonische, wohltuende (neue) Beziehung, in der wir immer mehr wir SELBST sein können und die Raum zur Entwicklung gibt.

Wir können in unsere Herkunftsfamilie derart verstrickt sein, dass wir nicht in der gleichen Frequenz schwingen wie der ideale Partner und ihn deswegen gar nicht erst sehen. Oder wir sind in unserem autobiographischen System so verstrickt, dass wir uns von uns SELBST weit entfernt haben. Die möglichen Verstrickungen sind mannigfaltig und können sowohl in der Beziehung zu Geschwistern oder Eltern, als auch weiter zurück, bei Groß- oder Urgroßeltern liegen.

Auch in der eigenen Biografie können Begebenheiten liegen, die eine Partnerschaft, ein Gefunden werden oder Finden verhindern. So kann es sein, dass wir unbewusst noch mit einem früheren Partner verbunden sind, dass wir Traumatisierendes erlebt haben oder aus anderen Umständen vorbelastet sind. Dieses gesamte Bedingungsgefüge kann dazu führen, dass wir keinen Raum für Beziehung oder Verliebtheit haben oder dass wir die falschen Zeichen aussenden und damit Partner anziehen bzw. aussuchen, die eben diese Konditionierungen verstärken und nicht zu uns passen. Und wieder fühlt es sich nicht richtig an, wir leben Kompromisse oder trennen uns letztendlich.

Genau diese Verstrickungen und Beziehungsgeflechte können in einer Familienaufstellung sichtbar gemacht und aufgelöst werden.

Die Aufstellungsarbeit ist ein nächster und meist entscheidender Schritt, um störende Einflüsse aufzulösen und Freiheit für tatsächliche Beziehung zu schaffen.

Kommen Sie einfach mal vorbei, gerne auch als Stellvertreter, um einen Einblick in das Familienstellen zu bekommen. Unter AKTUELLES finden Sie unsere nächsten Termine,